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By Hans Ulrich Wehler

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13 Daran scheiterte Bismarck tatsächlich nicht. Er erfüllte aber auch nicht nur generös die ökonomischen Wünsche des deutschen Bürgertums und gewährte ihm Schutz vor dem aufbegehrenden »Vierten Stand«, sondern befestigte auch, was historisch ebenso erfolgreich war, die Stellung der alten Eliten. Die Kooperation mit den freihändlerischen Nationalliberalen mochte diese zeitweilig über den Charakter einer derartigen »Halbdiktatur« hinwegtäuschen, aber bald nach dem Einbruch der zweiten Weltwirtschaftskrise von 1873 trat sie unverhüllt zutage, seit 1879 ließ sie sich noch weniger als vorher bestreiten.

Praktisch kam das weithin einer »Rechtsanarchie« gleich, die den Gutsherrn in seinen Entscheidungen begünstigte. Im Alltag änderte sich auch nach 1891 nicht viel; für die rechtlich deklassierten Landarbeiter, Knechte, Insten usw. 13 Darüber hinaus wurde in der Kreis- und Provinzialverwaltung den Adelsinteressen ebenso Rechnung getragen wie im 39 Militär oder auf der Ebene der Staatspolitik. Dank den Kriegserfolgen der 60er Jahre, dem Bismarckregime und der preußischen Hegemonialstellung, dank der Abhängigkeit der Reichskanzler von den Konstellationen im preußischen Landtag, von preußischen Beamten, vom preußischen Hof, dank der direkten und informellen Kontrolle zahlreicher strategischer Machtpositionen wurde auch die Reichspolitik so stark von diesen Interessen beeinflußt, daß der Liberale Bamberger von einer »Junkerherrschaft« im Reich sprach, »wie ähnlich nichts derart je gesehen worden war«.

In den angelsächsischen Ländern in anderen Rechtsformen durchsetzte. Dieser Konzentrationsprozeß auf der Ebene der Unternehmen und Industriebranchen läßt sich noch weiter auf nationalwirtschaftlichem Niveau verfolgen: In diesen Zusammenhang gehören die Schutzzölle, die einen kompakten Binnenmarkt abschirmen sollten, und zahlreiche außenwirtschaftliche Interventionsmaßnahmen des Staates, die gleichfalls die gesamte Volkswirtschaft als eine Wirtschaftseinheit fingierten. Darüber hinaus lassen sich die aus defensiven und offensiven Motiven genährten Pläne übernationaler Zusammenschlüsse in einem Staatenkartell »Mitteleuropa«, aber auch gewisse Züge des Imperialismus mit seiner auf monopolisierbare Märkte gerichteten Tendenz als Ausweitung nationalwirtschaftlicher Konzentration begreifen.

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